Dünja - Mädchen stark machen

„Sag nie ich kann das nicht, sag ich kann es noch nicht“ – in großen Buchstaben hängt dieses Motto im Mädchen-Kultur-Treff Dünja an der Wand. Mädchen und Frauen im Alter zwischen 10 und 21 Jahren aus verschiedenen Kulturkreisen treffen sich hier, knüpfen Freundschaftsbande, spielen und kochen gemeinsam, lesen Märchen, werden bei den Hausaufgaben unterstützt und auf das Berufsleben vorbereitet. „Und das alles, ohne dass sie sich vor den Jungs profilieren müssen“, sagt Esra Gökdemir, Mitarbeiterin bei Dünja.

Anja Kofbinger, frauenpolitische Sprecherin der Grünen-Fraktion im Abgeordnetenhaus, hat die Einrichtung in Moabit besucht und mit Esra Gökdemir und Tabea Henrichs über die Initiative gesprochen, die sich vor allem um junge arabische und türkische Mädchen kümmert. Schnell wird klar: Dünja lebt vor, was Bündnis 90/Die Grünen für Berlin vorhaben: Eine Stadt, in der alle die gleichen Chancen haben, egal ob Mädchen oder Junge, ob libanesischer oder deutscher Herkunft, ob mit oder ohne Kopftuch.

Im Mädchen-Kultur-Treff Dünja gibt es Hausaufgabenbetreuung, Basteln, Märchenzeit - alles für die Mädchen!

In Berlin sind Mädchen nach wie vor stark benachteiligt – was Bildungschancen und die Entfaltung ihrer Talente, Interessen oder Möglichkeiten angeht. Insbesondere trifft das die Töchter von Familien mit Migrationshintergrund, die oft nicht in gleichem Maß gefördert werden wie die Jungs und später in der Wahl ihrer beruflichen Möglichkeiten eingeschränkt sind. „Das muss sich ändern!“, sagt Anja Kofbinger. „Wir wollen Mädchen stark machen, damit sie dafür eintreten können, was sie sich vom Leben wünschen.“ Daher unterstützen Bündnis 90/Die Grünen Projekte wie Dünja, die Mädchen und Migrantinnen gezielt fördern – und zwar aus tiefstem Herzen!

Dünja ist eine Erfolgsgeschichte, aber es gibt auch Probleme. Zum Beispiel fehlen ein Hausmeister und eine Putzfrau. „Dafür gibt es einfach keine Zuschüsse. Geld bekommen wir nur für Pädagogen.“, sagt Tabea Henrichs vom Mädchen-Kultur-Treff Dünja. Das ist eine Anregung, die Anja Kofbinger gerne mitnimmt: Wenn gute Ideen verwirklicht werden sollen, muss die Politik auch die praktischen Voraussetzungen schaffen. Dazu gehört Planungssicherheit für städtisch geförderte Projekte. Und natürlich gilt es, die Strukturen nachhaltig zu verändern. Wenn zum Beispiel ausländische Berufsabschlüsse und Sprachkenntnisse jenseits von Englisch, Spanisch oder Französisch anerkannt würden, wäre das ein Schritt in die richtige Richtung, um die Situation der Migrantinnen in Berlin zu verbessern.

Anja Kofbinger, grüne frauenpolitische Sprecherin im Abgeordnetenhaus besucht das Frauen-Kultur-Treff Dünja

Bis das so weit ist, engagiert sich Dünja auch für erwachsene Migrantinnen im Kiez. Am Vormittag, während die Mädchen in der Schule sind, kommen die Mütter. Dünja bietet beispielsweise Alphabetisierungskurse für Frauen an und hilft ihnen kreativ eigene Geschäftsideen zu entwickeln. Dünja ist aber auch einfach ein Ort des Zusammenhalts und ein Ort, der Kraft gibt: „Für die Welt ist Dünja ein Name, für uns ist Dünja die Welt.“ hat eines der Mädchen auf einen Zettel geschrieben und ihn an die Pinnwand geheftet.

Kommentare

Es ist nicht sache des

Es ist nicht sache des Deutschen Steuerzahlers jede duch unsere Volksverräter verursachte Müllhalde zu sanieren...Wenn der linksgrüne Mob das unbedingt will so soll er es gefälligst von ganzem Herzen selbst finanzieren.. Viel Erfolg..