Interessen von Frauen besser berücksichtigen: Grüne Berlin fordern strukturelle Einschnitte

Bündnis 90/Die Grünen Berlin nehmen die negativen Auswirkungen der Corona-Krise auf Frauen zum Anlass, um grundlegende strukturelle Veränderungen zu fordern. Einen entsprechenden Beschluss hat die Partei auf ihrer Frauen*Konferenz am Freitag, den 25. September 2020 gefasst. Beschlüsse seines höchsten frauenpolitischen Gremiums sind für den Landesverband bindend.

Bündnis 90/Die Grünen Berlin wollen sicherstellen, dass die Corona-Politik von Bund und Ländern die Interessen von Frauen zukünftig angemessen berücksichtigt. Die Partei fordert u.a. paritätisch besetzte Krisenstäbe, den Einbezug vielfältiger Expertisen und einen knallharten Geschlechtergerechtigkeits-Check. „Nur wenn Frauen von Hilfemaßnahmen gleichermaßen profitieren, sollen diese auch finanziert werden“, sagt Nina Stahr, Landesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen Berlin. Über die Pandemie hinaus fordert die Partei grundlegende strukturelle Einschnitte, um altbekannte Probleme endlich an der Wurzel zu packen. Dies beinhaltet die bessere Bezahlung von systemrelevanten Berufen, in denen mehrheitlich Frauen arbeiten. Dazu gehören aber auch Veränderungen im Steuerrecht, wie die Abschaffung des Ehegattensplittings zugunsten einer Kindergrundsicherung. „Die Coronakrise hat viele Ungerechtigkeiten wie durch ein Brennglas sichtbar werden lassen. Wenn wir darauf Antworten finden wollen, dürfen wir nicht nur die akute Krise kritisch betrachten. Wir müssen die Strukturen grundlegend ändern – auch über die Pandemie hinaus“, so Stahr weiter.

Den vollständigen Beschluss „Nein zum Backlash – was auf Corona folgen muss“ finden Sie unter www.gruene.berlin/neinzumbacklash