Die Anlaufstelle für Integrierte Maßnahmenplanung gegen sexuelle Gewalt muss kommen

31.08.17 –

„Die Präventions- und Interventionsarbeit gegen sexualisierte Gewalt und sexuellen Missbrauch an Kindern und Jugendlichen muss verlässlich und langfristig gesichert werden. Die in Berlin bestehenden Projekte, ihre gute Präventions- und Aufklärungsarbeit, müssen dauerhaft finanziert werden. Insbesondere müssen Ressourcen für diese Aufgaben in den Schulen, Kindergärten und Jugendeinrichtungen, sowie bei den Fachberatungsstellen, die diese Arbeit durchführen, erweitert und bereitgestellt werden. Wir wissen, dass diese Angebote in der Kinder- und Jugendprävention wirksam sind und dass Kontinuität den Erfolg sichert. Diese Kontinuität in der Aufklärung, Prävention und Intervention muss auch in der Erwachsenenarbeit erreicht werden.“

So steht es in dem Projekt "Kinder stark und Erwachsene wach machen" zu unseren "101 Ideen für Berlin".

Dazu braucht es die Integrierte Maßnahmenplanung gegen sexualisierte Gewalt, wie es in der Koalitionsvereinbarung festgeschrieben ist.

Dafür ist die Einrichtung einer entsprechenden Koordinations-/Anlauf-/Geschäftsstelle mit adäquater Personalausstattung erforderlich, um zu koordinieren, zu evaluieren und die Maßnahmen in den verschiedenen Bereichen zu implementieren. Sie muss Schnittstelle für Betroffene, für Schulen, Kitas, Erwachsenenbildung, dem Gesundheits und Sozialsystem, Feuerwehr und Polizei, der Berliner Verwaltung, Forschung und Wissenschaft und vielen weiteren Institutionen, Verbänden, Organisationen, Unternehmen, der Politik usw. sein. 

Das Fachgespräch am 30.08.2017 hat dies noch einmal unterstrichen und die Politik, vertreten durch die Sprecherinnen der R2G Koalition in diesem Bereich, Einigkeit bei dem Willen zur Umsetzung bekräftigt. 

Wolfgang Schmidt, Sprecher* der LAG