So war der Live-Chat mit Renate Künast

05.05.11 –

Viele von euch haben sich beteiligt, doch nicht alle konnten live dabei sein. Fragen und Antworten aus dem Live-Chat am 4. Mai mit der grünen Kandidatin für das Amt der Regierenden Bürgermeisterin könnt ihr hier nachlesen.*

Uwe:
„Mich würde interessieren, was Renate Künast zu den sich häufenden Gewaltvorfällen in Berlin sagt und wie man denen begegnen kann.“

Renate Künast:
„Mehr Sicherheit im öffentlichen Verkehr erfordert definitiv mehr Personal auf den Bahnhöfen! Und bessere Jugend- und Sozialarbeit. Wie steht es um die Medienkompetenz? Werden da Gewaltspiele in die Realität übertragen.“

Dto:
„Berlin soll eine Modellstadt für neue Kommunikationskulturen, Solidaritätskonzepte und Lebensentwürfe werden, die hier schon lange in Erprobung sind. Wie lässt sich das Kreative und Unkonventionelle der Lebensentwürfe subkultureller Akteure in politische Konzepte übersetzen und in Verwaltungsstrukturen implementieren?“

Renate Künast:
„Neue politische Kultur heißt ja als Erstes: sich gemeinsam hinsetzen, Verwaltung, Bürger, Wirtschaft, Kultur etc. und analysieren und entscheiden. Statt jeder einzeln. Übrigens: Siemens will offenbar die neue Sparte Stadtinfrastruktur in München aufbauen, nicht in Berlin. Der rot-rote Senat hat auch das versemmelt.“

Malte:
„Wieso fördert man gleichzeitig den Tourismus und führt eine Citytax ein?“

Renate Künast:
„Jedes Kurbad hat eine Kurtaxe, warum sollen Städte nicht mit einer kleinen und gestaffelten Citytax auch die Einnahmen verbessern, um zu finanzieren, was Touristen nutzen?“

Mona:
„Liebe Renate Künast, als interessiertes und engagiertes Parteimitglied aus Berlin Reinickendorf liegt mein Schwerpunkt auf dem Bereich "Gesunder Schule" (Asbest- u. Schadstoffsanierung, sowie vordergründig gesunde Ernährung von Kindern in Bildungseinrichtungen). Bereits im letzten Jahr habe ich mit anderen interessierten Frauen aus Berlin Heiligensee eine Elterninitiative gegründet, mit dem Ziel: Verbesserung der Schulverpflegung im Grundschulbereich (dazu gehört auch eine ausgewogene Zwischenmahlzeit).
Ein Jahr lang haben wir ein solches Projekt (Schul-Frühstück) erfolgreich durchgeführt. Nun wollen wir diese Aktion gerne berlinweit an anderen Schulen vorstellen und eine Durchführung mit unserer Hilfe anbieten. Damit wollen wir zeigen, dass man mit geringen Mitteln ein ausgewogenes Frühstück anbieten kann.“

Renate Künast:
„Mona, ich stelle mir eine Qualtätsoffensive für die Schulen vor. Als Erstes: sichere und saubere Räume. Es müssen die notwendigen Räume für den Stundenplan auch da sein. Zum Beispiel Physik. Und gesunde Ernährung, das ist ja sowieso mein Thema!“

Lea:
„Liebe Renate, ich wünsche mir, dass an den Berliner Unis insbesondere in Fächern der Kreativwirtschaft nachhaltige Praxisthemen gefördert und umgesetzt werden. Siehst Du das in Deinem Programm vor?“

Renate Künast:
„Kreativwirtschaft, Industriedesign und einen gute moderne Wirtschaftsentwicklung, das gehört doch zusammen! und einen entsprechenden Studiengang gibt es schon in Berlin.“

Aki:
„Liebe Renate, Wie können wir Berlin, und insbesondere Linienstr., Fahrradfreundlicher gestalten?“

Renate Künast:
„Ganz Berlin soll fahrradfreundlicher werden. Sollten wir nicht mal Amsterdam ablösen? Grüne Welle für Radfahrer und Modelle für E-Räder!“

Sandra:
„Hallo von einer Neuköllnerin - welche Pläne haben Sie für das Tempelhof-Gelände?“

Renate Künast:
„Das Tempelhof-Gelände soll für alle da sein: eine große grüne Fläche für das Stadtklima und Freizeitangebote Richtung Neukölln, auch etwas modernes Gewerbe im Süden.“

 

*Aus technischen Problemen wurden leider nicht alle Antworten von Renate allen Teilnehmenden angezeigt. Wir bitten dies zu entschuldigen und arbeiten mit Hochdruck an einer Lösung. Seid also zahlreich auch beim nächsten Mal wieder mit dabei!