Soziale Öffnung: Mehr Vielfalt für Berliner Hochschulen!

29.08.11 –

Bildung, und vor allem auch höhere Bildung, darf nicht nur Menschen mit dickem Geldbeutel zugänglich sein. Dieses Grüne Credo war Anlaß einer intensiven Diskussion, wie in Berlin die soziale Öffnung der Hochschulen unterstützt werden kann.

Warum gewinnt Berlin, wenn mehr Menschen aus Familien ohne akademischen Hintergrund studieren? Warum setzen wir uns so für das Konzept Aufstieg durch Bildung ein? Was bedeutet es eigentlich für die Hochschulen selber, wenn auf einmal ein ganz anderes Publikum als bislang bei ihnen studiert? Wie weit kann und soll das Land eigentlich auf die Auswahlentscheidungen der Hochschulen Einfluß nehmen, ohne die Autonomie von Lehre und Forschung zu untergraben? Diese und viele andere Fragen wurden durch die LAG Wissenschaft diskutiert und die gefundenen Antworten in einem Positionspapier zusammen gefasst.

Wir sind der Ansicht, dass Berlin eine reiche Stadt ist: Reich an wissensdurstigen Menschen, die gern ein Studium aufnehmen oder eigenes Wissen vermitteln würden. Reich an Menschen, die aus allen erdenklichen Milieus, Kulturen und Weltregionen stammen. Ebenso reich ist Berlin an Hochschulen, die eine breite Palette an Studiengängen in den verschiedensten Formen und Ausrichtungen anbieten. Berlin hat nicht nur vier große Universitäten und eine angesehene Uniklinik, sondern auch zahlreiche Fachhochschulen, Kunst- und Musikhochschulen sowie private Hochschulen.

Die Zusammensetzung der Studierenden an Berliner Hochschulen zeigt jedoch deutlich, dass sowohl der Zugang zum Studium als auch die anschließende Karriere junger Menschen zu stark von der sozialen Schicht und dem Geldbeutel der Familie abhängen. Diesen Zustand wollen wir in Berlin ändern: Bündnis 90/Die Grünen nehmen die soziale Dimension der Bologna-Reform ernst und setzen sich für eine soziale Öffnung der Hochschulen ein.