Berlin als Vorreiter _ Berlin gehört zu den wichtigsten Film- und Fernsehmetropolen der Welt. Die prog­nostizierten Wachstums- und Wertschöpfungssteigerungen für audiovisuellen Content sind enorm. Für Berlin ergeben sich hieraus hervorragende Chancen. Ein bedeutender Anteil der Wertschöpfung kann hier vor Ort generiert werden. Trotzdem ist der Umsatz der klassischen Berliner Filmwirtschaft in den letzten zehn Jahren leicht gesunken.

Seit dem ersten Halbjahr beschäftigen wir uns mit einem Schwerpunkt zum Thema "Veränderungen in der Medienlandschaft und ihre Auswirkungen auf die Demokratie und die Parteienlandschaft". Impulse davon werden in die Medienklausurtagung von B90/Grüne im Frühjahr 2017 eingehen. Anregungen nehmen wir gern auf.

Weiterer Baustein, den wir verfolgen, ist eine mögliche Reform des Öffentlich rechtlichen Rundfunks in qualitativer Hinsicht.

Zu Gast hatten wir Markus Beckedahl, der nicht nur Mitglied im Medienrat der Medienanstalt Berlin Brandenburg ist, sondern sich in der mabb auch stark für das Thema Freifunk engagiert. – Außerdem berichtete Stefan Gelbhaar aus dem Abgeordnetenhaus unter anderem sehr ausführlich über die Entwicklung des neuen Jugendkanals.

Wir starteten mit unserer Beschäftigung mit der mabb. Es ging unter anderem um die Abgrenzung Privater Rundfunk – ÖRR und die Chancen der gemeinsamen Schnittstelle mabb. Erste Fragen stellten sich: Wie groß sind die regulatorischen Möglichkeiten wirklich? Wie wird der Bürgerkanal "Alex" an heutige Erfordernisse angepasst? Welche Sendekanäle sind verbindlich, gehört DVBT dazu? Wie passt Freifunk in die Medienlandschaft? Welche Rolle spielen die Bildungsangebote des MIZ (Medieninformationszentrum)?… Wir diskutieren in den folgenden Sitzungen mit VertreterInnen der mabb.

Finanzierung des Öffentlich-rechtlichen Rundfunks – Zusammenarbeit mit Produktionsfirmen Wir begrüßten Gäste der Verbände AUF (Allianz Unabhängiger Filmdienstleister) und VTFF (Verband Technischer Betriebe für Film und Fernsehen).  ---  Vorlage zur Beschlussfassung des Gesetzes zum Siebzehnten Rundfunkänderungsstaatsvertrag und zur Bestimmung eines Mitglieds des ZDF-Fernsehrates  Stefan Gelbhaar berichtete  und empfiehlt unserer AGH Fraktion, gegen diese Senatsvoralge zu stimmen…  ---   Jugendkanal des ÖrR  Ablehnend werden „Gerüchte“ bewertet, dass für den geplanten gemeinsamen Jugendkanal des ÖrR, eine Möglichkeit eingeführt werden soll, die eine Platzierung der Inhalte des ÖrR Jugendkanals zur kostenlosen kommerziellen Nutzung durch Online Verwerter, wie z.B. YouTube, ermöglichen soll.

Der „mediale Dschungel“ wird dichter und vielschichtiger: im Print, im Netz und im Fernsehen. Die Frage lautet  heute nicht mehr: Wo finde ich Informationen? Sondern immer mehr: Sind sie relevant und kann ich ihnen vertrauen? Der öffentlich-rechtliche Rundfunk ist heute nach wie vor durch seine publizistischen Kapazitäten und seinen seriösen Qualitätsjournalismus bezüglich Information, Bildung, aber auch im Sport und in der Unterhaltung ein Garant für kompetente Orientierung in unserer Gesellschaft.  Damit dies so bleibt, müssen sich die öffentlich-rechtlichen Programme qualitativ von den rein kommerziellen Angeboten unterscheiden. Ein Kernmerkmal ist der Verzicht auf Werbung.

 

Am 15.7.2015 fand unsere gemeinsame Sitzung in der Abteilung statt. Alle drei AGen stellten Ihre laufenden Projekte vor und berichteten von ihren Zielen für dieses Jahr. Wir verständigten uns, dass wir einige Themen an den Schnittstellen Kultur-Netz/Medien-Netz/Kultur-Medien gemeinsam bearbeiten wollen…

Am 3. Juli 2015 diskutierten wir die Möglichkeiten einer vielfältigeren Programmgestaltung. Generell besteht Konsens über die Relevanz und das Privileg, einen unabhängigen öffentlichen Rundfunk zu haben. Aber; es braucht mehr Mut auf der Programm-, Format- und Zeitschiene…

Am 29.April 2015 diskutierten wir mit Gästen und unseren Abgeordneten auf Basis des Sonderberichtes der KEF (Komission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten) Pro & Contra der Werbefreiheit in ARD und zdf sowie im Öffentlich-rechtlichen Hörfunk.

Auf unserer Klausur im Oktober 2015 beschlossenes Papier zur Rolle und Arbeitsweise inklusive zur Besetzung der Gremien im ÖRR.