Laura Sophie Dornheim

Sprecherin der LAG Netzpolitik

netzpolitik@remove-this.gruene-berlin.de

Foto von Laura Sophie Dornheim

Dr. Laura Sophie Dornheim ist 1983 in Dachau geboren und lebt seit 10 Jahren in Berlin, seit 5 Jahren mit Kind, seit 3 Jahren als Patchworkfamilie.
Sie ist Dipl. Wirtschaftsinformatikerin und Dr. der Gender Studies und arbeitet derzeit als Managerin in einem Software-Unternehmen.

2004 wurde sie Mitglied bei Bündnis 90 / Die Grünen, nach einem kurzen Abstecher zur Piratenpartei ist sie seit 2014 aktiv zu grüner Netzpolitik, seit 2018 als Sprecherin der LAG Digitales und Netzpolitik in Berlin.
Laura kandidiert auf Platz 6 der Berliner Landesliste und als Direktkandidatin in Lichtenberg für die Bundestagswahl 2021.

Digitalisierung – Teilhabe für alle
Seit ich das erste Mal online war, bin ich von diesem grenzenlosen Raum des Austauschs und der Kreativität begeistert. Deswegen ist es mir auch so wichtig, dass sich wirklich alle Menschen am und im Internet beteiligen können. Entsprechende Initiativen müssen gefördert und ausgebaut werden und wir brauchen endlich ein Recht auf schnellen Internetzugang.

Ich bin der festen Überzeugung, dass die Digitalisierung zum Wohle aller Menschen genutzt werden kann. Dass Technologie viele Jobs überflüssig macht ist nur dann ein Nachteil, wenn wir weiterhin gesellschaftliche Teilhabe und eine würdige Existenz an die Lohnarbeit eines Menschen koppeln. Die Digitalisierung macht ein Umdenken erforderlich. Wir brauchen ein Sozialsystem, in dem alle sicher leben und sich frei entfalten können, unabhängig davon, ob und wofür sie Lohn oder Gehalt beziehen.

Als Sprecher*in der LAG Digitales und Netzpolitik setze ich mich schon lange dafür ein, dass auch in der digitalen Sphäre Geschlechtergerechtigkeit hergestellt wird. Künstliche Intelligenz und algorithmische Entscheidungssysteme haben das Potential, unsere Gesellschaft fairer und gerechter zu machen. Derzeit reproduzieren diese Systeme aber noch allzu oft Sexismen, Rassismen und andere Diskriminierungen, weil bei der Entwicklung niemand darauf achtet. Dem können wir entgegenwirken, wenn wir diverse Teams auf allen Ebenen fördern und strenge Qualitätsrichtlinien für KI-Systeme verankern.


Ich will die Bereitstellung von open data (offenen Daten) von Behörden, und öffentlichen Institutionen vorantreiben, da sie ein Innovationsmotor für Start-Ups und unsere Wirtschaft sind.
Ich kenne aber auch die Schattenseiten des Netzes. Damit Hate Speech, Fake News, staatliche Überwachung und kommerzielle Interessen nicht das freie und offene Netz zerstören, müssen wir dafür sorgen, dass geltendes Recht auch im Internet angewendet wird und wir Regulierungslücken zügig schließen.

Feminismus – Echte Selbstbestimmung
Als berufstätige Frau weiß ich, wie viele Hürden es für Frauen in fast jeder Branche noch gibt und wie hart die gläserne Decke ist. Ich bin für eine gesetzliche Quote, aber Quoten alleine reichen nicht. Wir müssen noch bessere Initiativen starten, um Mädchen für technische Themen zu begeistern und um Frauen* zu ermutigen. Neue, gleichberechtigte Familienmodelle brauchen Vorbilder beider Geschlechter aber auch den richtigen politischen Rahmen.
Ein besonderes Anliegen ist mir außerdem die Abschaffung der Paragraphen 218 und 219 StGb, denn echte Gleichberechtigung ist erst erreicht, wenn alle Frauen jederzeit selbst über ihren Körper und ihre Leben entscheiden können.

Lichtenberg wird grün
Von Wartenberg bis Karlshorst – menschlich wie politisch ist Lichtenberg einer der vielfältigsten Bezirke Berlins. Unsere grüne Idee von gelebter Vielfalt schließt alle mit ein, die friedlich und tolerant zusammenleben wollen. Faschistischem, extremistischem und rassistischem Gedankengut stelle ich mich entschieden entgegen. Wer meines oder eines der vielen anderen Kinder in Lichtenberg verunglimpft, weil sie eine dunklere Haut haben, bekommt es mit mir zu tun, ganz wortwörtlich.

Wir haben eine starke grüne Basis in Lichtenberg. Als Direktkandidatin wird es mein Ziel sein, nicht nur den Süden Lichtenbergs von unserer Vision einer klimafreundlichen, feministischen und sozial gerechten Stadt für alle zu überzeugen.