Drug-Checking rettet Leben

Der Tod einer 19-Jährigen in Nordrhein-Westfalen ist laut Ermittlungen der Staatsanwaltschaft auf eine verunreinigte Ecstasy-Pille zurückzuführen. Dazu erklärt Werner Graf, Landesvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen Berlin:

"Wir brauchen dringend einen radikalen Wandel in der Drogenpolitik. Das führt uns der tragische Todesfall erneut vor Augen. Die derzeitige Drogenpolitik ist mit Schuld am Tod tausender Konsumentinnen und Konsumenten. Verbote führen nachweislich nicht zu weniger Konsum, sondern erhöhen die Gefahr für die Gesundheit der Menschen. Statt Konsumentinnen und Konsumenten zu bestrafen, müssen wir sie schützen und ihnen einen aufgeklärten Konsum ermöglichen. Wir müssen endlich die Möglichkeit schaffen, Drogen auf ihre Inhaltsstoffe testen zu lasen. Wir wollen nicht länger hinnehmen, das Konsumentinnen und Konsumenten wandelnde Versuchskaninchen sind. Nur wer weiß, was er zu sich nimmt, kann sich vor verunreinigten Pillen schützen. Es ist an der Zeit, dass Berlin mutig vorangeht und das im Koalitionsvertrag vereinbarte Drug-Checking endlich umsetzt. Für das Jahr 2018 hat der Senat dafür 30.000 Euro im Haushalt eingeplant, für 2019 sind es bereits 120.000 Euro. Nur mit einer nachhaltigen und modernen Drogenpolitik können wir Todesfälle wie in NRW in Zukunft verhindern.“