Erklärung der Berliner Landesvorsitzenden zu den gestrigen Fraktionsvorstandswahlen

Zu den gestrigen Fraktionsvorstandswahlen erklären die Landesvorsitzenden von Bündnis 90/Die Grünen, Bettina Jarasch und Daniel Wesener:

Die gestrigen Wahlen zum Fraktionsvorstand haben große interne Spannungen offenbart. Alte Gräben sind vertieft worden, anstatt sie zu schließen. Dabei droht aus dem Blick zu geraten:  

Es gibt große Erwartungen in der Stadt, bei unseren Wählerinnen und Wählern und innerhalb der Partei gegenüber dieser neuen Fraktion. Wir müssen der Rolle als Oppositionsführerin gerecht werden, den rot-schwarzen Senat treiben, politische Alternativen und Konzepte formulieren, die Berlin voranbringen. Dieser Verantwortung müssen wir gerecht werden. Dazu brauchen wir kompetente Sacharbeit und eine arbeitsfähige Fraktion, die die Rolle als Meinungsführerin in der Opposition selbstbewusst ausfüllt.

Das muss uns gemeinsam auch unter den erschwerten Bedingungen gelingen. Das erwarten wir als Partei von dem neuen Fraktionsvorstand und der gesamten Fraktion.

Wir glauben, dass es in den vergangenen Monaten in der Partei gelungen ist, einen Prozess anzustoßen, der zu mehr Geschlossenheit führt. Diesen Prozess werden wir gemeinsam weiter führen.

Kommentare

Und wieder einmal zeigt sich,

Und wieder einmal zeigt sich, wie böse es enden kann, wenn man nicht vor einer Wahl sagt, was man nach der Wahl will. Wenn das Kind aber erst mal derart in den Brunnen gefallen ist, mag man sich vor allem fragen, wie die Wahl wohl ausgegangen wäre, hätten alle im Vorfeld ihre Karten auf den Tisch gelegt. Dann würde sich die Frage nach einer angemessenen Vertretung sehr schnell erledigen.

Die Erwartungen in dieser

Die Erwartungen in dieser Stadt bei den Menschen die hier leben bestehen aber nicht in einer flächendeckenden Tempo 30 Zone und Narrenfreiheit für alle Radfahrer. Außerdem brauchen wir noch mehr Autobahnen!

Und was ist die Botschaft,

Und was ist die Botschaft, also das Ziel, der Erklaerung oben??

NICHTS ;-)

NICHTS ;-)

Leute, warum spricht ihr

Leute, warum spricht ihr nicht offen. Was sind die „Alte Gräben“ von denen die Rede ist? Irgendwann müssen wir, eure Wähler und Wählerinnen zu euern Streit Stellung nehmen. Wie sollen wir uns entscheiden, wenn wir nicht hören was dort hinter den verschlossenen Türen bei euch vor sich geht? Fängt endlich mal an über die Meinungsunterschiede zu sprechen!

Vielen Dank liebe Grüninnen

Vielen Dank liebe Grüninnen und Grünen, dass ihr nun auch dem letzten Unentschlossenen überaus eindrucksvoll gezeigt habt, dass ihr nur ein Haufen von nichtwählbaren Arschlöchern seid!

Bin enttäuscht.Über unseren

Bin enttäuscht.Über unseren Stream Line Gesichter Wahlkampf, über unsere Phantasielosigkeit, darüber dass wir ausser A 100 zu keinem Kulminationsthema gefunden haben, über unsere Etabliertheit, darüber dass die Piraten auf Anhieb ... und darüber wie wir mit alldem nach den Wahlen nun umgehen. Lasst uns doch offen debattieren. Das Unter-den-Teppich-Kehren, dass können die Anderen doch viel besser, oder? Also, egal welcher Nische wir uns zuordnen, Realo, Fundi, Links-Rechts, ..., Lasst uns lebendig werden. Das erwarten die Wähler, oder? Das Statement unserer Vorsitzenden: Verstehe ich nicht.

Das scheint mir die Schwäche

Das scheint mir die Schwäche von Parteien insgesamt zu sein, selbstverständlich unter Einschluss der Grünen und künftig irgendwann auch der Piraten: Die Vorstellung, dass durch Geschlossenheit PAUSCHAL mehr zu bewegen wäre als durch Offenheit. Ich persönlich würde es anders herum sehen: In ganz konkret erkennbaren Einzelfällen kann schon mal Geschlossenheit und Durchsetzung angezeigt sein, ansonsten und in allen anderen Fällen kann eine menschliche Zusammenkunft, was ja AUCH Parteien sind, gerade in einer Bandbreite völlig selbstverständlich zu fruchtbaren Ideen führen. So stellt die Idee und Vorstellung der Geschlossenheit und alle nachfolgenden Machtbestrebungen ob dieser Geschlossenheit sich immer wieder selbst ein Bein. Spätestens nach der dritten, konkreten Nachfragen bei Parteimenschen, wie er denn nun zu etwas stehe und er sich dann wieder mit den Seinen absprechen muss, um nichts Falsches zu sagen, wissen Menschen, die was befördern wollen, dass sie im Zweifelsfall dann noch eher Abstand als die Nähe zu Parteien suchen sollten. In weitgehender Sympathie, was die Anliegen angeht, bezüglich des zugerichteten parteipolitischen Denkens nicht Herzliche Grüße, Helmut Krüger

Ich glaube, hier ist mehr als

Ich glaube, hier ist mehr als diese Erklärung von Nöten und viele auch außerhalb Berlins hätten mehr erwartet. Dass die internen Differenzen jetzt so stark nach außen treten, ist die Folge des nicht fairen Umgangs miteinander. Es gäbe viel zu sagen. Wichtig ist, dass auch der Berliner Landesvorstand sich mit der Situation "ehrlich" auseinandersetzt. Gute grüne Politik lässt sich nur machen, wenn es eine gute Basis dafür gibt. Ihr müsst aufeinander zugehen! Viele sind enttäuscht von dem Handling in Berlin. Eine Krise ist dazu da, neu zu starten und nicht mit dem Kopf durch die Wand zu gehen. Die WählerInnen haben die Direktmandate bestätigt. ....Die unbequeme grünlinke Basis einbinden ist wichtig und bringt Zusammenhalt. Der Demokrateiprozess in der Partei ist große Klasse. Gut, wenn er auch im Landesverband Berlin ankommt.

Lieber LaVo, die Erklärung

Lieber LaVo, die Erklärung hätte kürzer ausfallen können, indem Ihr lediglich sagt, kehren wir´s unter den Teppich, schweigen wir und machen weiter wie bisher. Wenn 40% der Fraktion nicht im Fraktionsvorstand vertreten werden und diese 40% sauer sind, weil die Mehrheit schon lange nicht integrierend agiert, was sollen sie tun? Schweigen und weiterhin akzeptieren, dass sie nichts zu sagen haben? Da fehlt es schon etwas an Demokratierverständnis.

Die 38% könnten mal

Die 38% könnten mal anerkennen, dass sie in der Fraktion dramatisch überrepräsentiert sind, was nicht zuletzt dem katastrophalen Wahlergebnis geschuldet ist. Außerdem sind sie nicht einfach "nicht repräsentiert", sondern sie weigern sich, die drei von sechs ihnen angebotenen Vorstandsposten zu besetzen. Es ist ungeheuerlich, dass die Linken in ihrem E-Mail-Aufruf verkünden, es wäre "autoritär" und "fatal", wenn sie aus den Fraktionsgremien ausgeschlossen würden, sich aber herausnehmen, sich dem, was sie schriftlich gefordert haben, dann einfach zu verweigern. Da ist die Grenze der Ernsthaftigkeit weit überschritten worden.

Liebe Grüne &

Liebe Grüne & Sympathisantinnen, die Angesicht dieses unsägliche Verhalten der angeblich "klügsten Köpfe" unsere Partei deutlich weniger werden dürften! schade, dass diese Fraktion & die sich führende Köpfe der Partei von links & rechts schimpfen nicht einfach auf die Idee kommen, unser Hauptslogen "Da müssen wir ran" bei ihrer Arbeit & persönlichen Konflikte, die aber mit vorgeschobenen pitischen Gründe gerechtfertigt werden, anzuwenden. Das eigentliche Problem ist nicht politische Natur, sondern nur persönlich und machttechnich. Denn wenn dieser Konflikt politisch wäre, wurde der Streit in der Partei eskalieren. Hier aber streiten sich paar Leute, die die gesamte Partei vor dem Kopf stoßen. Wir haben in der Partei immer Kompromisse gefunden! Von den alten etabilierten, aber ganz besonders von den neu gewählten Abgeordneten bin ich äußerst enttäuscht. Meine Befürchtungen, dass diese eher andere Interessen vertreten, als die der Partei & nicht zur innerparteilichen Integration beitragen, schade....ich hätte sehr gerne Unrecht gehabt. Der Wahlkampf & besseres Abschneiden sind verschenkt worden & das haben in erste Linie die Leute, die sie bestimmt haben. In keiner Diskussion bisher habe ich klare Wörter gehört. Der Name Künast & Kampagne-Verantwörtlichen ist so präsent, als hätten wir gar keine Spitzenkandidatin. Schon die Listenaufstellung war filmreif. Klare Sprache & Kommunikation.......?? In der Stadt haben wir über 5000 Mitglieder, die sich im gröbsten einig, die 29, die uns aber vertreten sollen, schaffen es nicht. Ich frage mich warum? Ich habe im Wahlkapf Hunderte von Stunden auf der Strasse gestanden, dass was ihr macht, beschämt & demotiviert mich! Vielfalt & Reibung können positive Energie erzeugen, allerdings nur wenn sie kanalisiert wird & nicht an 29 Enden gezogen wird! Sadullah

Liebe Landesvorsitzende, ich

Liebe Landesvorsitzende, ich kenne Euch nicht persönlich, aber ich denke ihr könnt mehr als diese Erklärung verfassen! Ihr solltet keinen Vermittler von irgendwo holen, sondern als Vorsitzende selber handeln. Diesen normalen Weg zu nutzen ist doch naheliegend und auch der Öffentlichkeit zu vermitteln. Es ist Eure Aufgabe hier Führung zu zeigen, der verunsicherten und wohl auch verärgerten Basis Raum zu geben und zugleich eine Lösungsstrategie zu entwickeln. ... sonst wird das Führungsproblem der Fraktion auch eines der Partei! Mir liegt die Grüne Sache am Herzen - macht was draus!

Liebe Grüne, als Ihr in diese

Liebe Grüne, als Ihr in diese Partei eingetreten seid, habt Ihr das aus Überzeugung getan, etwas bewegen zu wollen. Die gemeinsame Schnittmenge zwischen Euren Idealen mit den Zielen der Partei war so groß, dass einer Mitgliedschaft gerade in dieser Partei nichts im Wege stand. Selbstverständlich ist man nicht immer mit allen getroffenen Entscheidungen einverstanden. Aber es geht ja auch darum, ein Konsens zu finden, gemeinsam grüne Ziele umzusetzen. Zu dieser gemeinsamen Position führt der Weg - in einer demokratischen Partei - über Mehrheitsentscheidungen. Es währe schön, wenn Ihr Euch an die Gefühle, Ziele und Ideale erinnert, als Ihr den Mitgliedsantrag unterschrieben habt. Ich glaube auch damals gab es schon die berühmten zwei Flügel - aber auch demokratische Entscheidungen die von allen akzeptiert wurden. Und das eben im Interesse der gemeinsamen Stärkung grüner Positionen. Wenn diese Zusammenarbeit nicht gelungen währe, würden die Wahlergebnisse heute noch unter 5 % liegen. Ein demokratisch gewählter Vorstand ist, meiner Meinung nach, Flügelübergreifend zu akzeptieren. Kommt ins Arbeiten! Die Zeit ist knapp. Viel Erfolg (auch in meinem eigenen Interesse als Wähler)