Nina Stahr unterstützt GEW-Vorschläge für Erzieherausbildung

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Berlin hat am Donnerstag, den 7. Juni 2018, auf einer Pressekonferenz Vorschläge zur Verbesserung der Erzieherausbildung präsentiert. Dazu erklärt Nina Stahr, Landesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen Berlin:

"Wir freuen uns, dass die GEW konstruktive Vorschläge zur Bewältigung der Kitakrise macht. Die Forderungen der GEW machen deutlich, dass es höchste Zeit für eine bessere Bezahlung von Erzieherinnen und Erziehern ist, diese allein aber nicht ausreichen wird, um genügend Fachkräfte in die Berliner Kitas zu bekommen. Wir müssen dringend auch die Bedingungen der Ausbildung verbessern und beispielsweise den Zugang zu BaFöG erleichtern und Quereinsteigerinnen und Quereinsteiger nicht ab dem ersten Tag voll auf den Personalschlüssel anrechnen, sondern ihnen Zeit geben, um das pädagogische Handwerkszeug zu erlernen. 

Für uns Grüne ist klar: Die Qualität der Kinderbetreuung muss langfristig wieder gesichert werden. Die derzeitige Krise darf nicht dazu führen, dass durch Flickschusterei immer mehr Menschen ohne ausreichend Fachkenntnis dauerhaft in den Kitas arbeiten. Die Herausforderung ist umso größer, wenn man bedenkt, dass auch in den Schulhorten in den nächsten Jahren massiv Erzieherinnen und Erzieher fehlen werden. 

Um mehr Menschen für den Beruf zu begeistern, ist eine deutlich bessere Bezahlung essentiell. Genauso müssen aber die Arbeits- und Ausbildungsbedingungen grundsätzlich verbessert werden. Dies ist eine Herausforderung, der sich die ganze Koalition gemeinsam mit aller Kraft widmen muss ­– wir Grünen stehen dafür bereit.“