Entgegnung: Renate Künast besucht online gestellte Aufgaben

Liebe Website-BesucherInnen, BloggerInnen und Interessierte,

nein, besonders elegant sieht es nicht aus, wenn ausgerechnet das erste Aufsuchen einer Aufgabe aus unserer Mitmach-Kampagne zum Geschäftsführer eines Dienstleisters unserer Kampagne führt. Aus etwa 220 Pins, die am Montagabend gesteckt waren, haben wir für den Dienstag zwei ausgewählt, die einerseits gut illustrieren konnten, worin die Idee der Mitmachkampagne besteht und andererseits in der Kürze der Reaktionszeit angemessen bearbeitet werden können (zum offiziellen Terminhinweis). Dies entspricht unserem grundsätzlichen Vorgehen auf dem Weg zu einer Mitsprachestadt: Grüne PolitikerInnen antworten zeitnah auf jedes Anliegen und treffen sich wo sinnvoll auch vor Ort mit den AufgabenstellerInnen. Dass wir dies mit Pressebegleitung tun, hat selbstverständlich etwas mit dem Wahlkampf zu tun – so wie die ganze Kampagne, auch wenn wir diese auch nach der Wahl fortführen wollen.

So führte der Weg für Renate Künast zunächst zur Schönhauser Allee und dann zum Regional-Bahnhof Karlshorst. Dass aus 220 Aufgaben nun ausgerechnet eine ausgewählt wurde, die vom Geschäftsführer eines unserer Dienstleister gesetzt worden ist (s. Aufgabe "Nadelöhr / Unfallschwerpunkt Radfahrer Schönhauser hoch"), wirft ein nicht ganz so gutes Licht auf das Unterfangen, ändert aber nichts am Charakter der Kampagne: Diese setzt darauf, dass Berlinerinnen und Berliner uns darauf hinweisen, wo es Punkte in unserer Stadt gibt, die gelöst, behoben, ausgeräumt, verbessert werden müssen.

Wir werden auch weiterhin Pins direkt aufsuchen und nach Lösungen suchen. Wir überprüfen nicht, ob uns die Leute, die eine Pin setzen, uns politisch nahe, sehr nahe, sehr fern, aufgeschlossen oder verschlossen gegenüberstehen. Das tun wir auch künftig nicht. Wenn am Freitag – wie es derzeit geplant ist – Streetworker am Bahnhof Zoo besucht werden, kann es auch sein, dass ein Grünen-Mitglied dabei ist, vielleicht auch ein Wähler der Linkspartei oder der CDU. Wir wissen es nicht und es ist auch nicht wichtig.

Allerdings haben wir die Mitarbeiter unserer Dienstleister gebeten, uns darüber zu informieren, wenn sie privat eine Aufgabe stellen, um die Glaubwürdigkeit unserer Mitmach-Kampagne nicht zu gefährden.

Wir freuen uns, wenn unsere Mitmach-Kampagne im Netz weiter kritisch und fair besprochen wird. Wir wollen eine neue politische Kultur für Berlin – die bereits mehr als 100 Antworten von Grünen auf der Plattform stehen für die Dialogbereitschaft unserer PolitikerInnen. Deshalb bitten wir Sie/Euch, uns auch weiterhin zu informieren, wenn Sie/Ihr das Gefühl habt, dass irgendetwas nicht stimme. Wir gehen dem dann nach und melden uns.

Andreas Schulze, Pressesprecher

Übrigens: Im Fall der strittigen Aufgabe konnte noch vor Ort mit dem zuständigen Pankower Stadtrat Jens-Holger Kirchner eine konkrete Lösung erarbeitet werden: „Eine Absenkung des Bürgersteigs kann innerhalb von zwei Wochen realisiert werden.“ Außerdem soll die Markierung des Radweges schnellstmöglich verbessert werden (zum vollständigen Bericht).

Kommentare

"Lieber

"Lieber Website-BesucherInnen, BloggerInnen und Interessierte," - einen Artikel nicht mit einem Fehler im ersten Wort zu beginnen wäre sicher einen Versuch wert. Aber vielleicht soll auch vom Lesen des Artikels abgeschreckt werden? Ich habe meinen Blick dann doch über das Ende des Textes streifen lassen und da tat's nochmal weh: "Übrigens: Im Fall der strittigen Aufgabe noch vor Ort mit dem zuständigen Pankower Stadtrat Jens-Holger Kirchner eine konkrete Lösung erarbeitet werden". Bitte mal Korrektur lesen.

Vielen Dank für die Hinweise.

Vielen Dank für die Hinweise. Wir entschuldigen uns für die Flüchtigkeitsfehler, die inzwischen korrigiert sind. Die Lesbarkeit und Verständlichkeit des Artikels wurde dadurch aus unserer Sicht allerdings nicht wesentlich eingeschränkt. Beste Grüße, M. Janssen für die grüne Online-Redaktion

Danke für die Korrektur. In

Danke für die Korrektur. In kollektive Gehirnwäsche brauchen Sie mich jedoch bitte nicht einbeziehen. Wenn man sich vor Lachen biegen muss bzw. einem schlecht wird, weil der Text schneller geschrieben als gedacht wurde, kann man wohl davon sprechen, dass die Lesbarkeit des Textes eingeschränkt ist und braucht keinen differenzierten Lesbarkeitsbegriff zu entwickeln, um mit diesem beschwichtigen zu können. Arbeiten sie korrekt oder korrigieren die Fehler ohne große Worte (nicht einmal eine Entschuldigung ist notwendig bzw. sollte wenn schon, dann erbeten und nicht selbst erteilt werden). Das ist wirkungsvoller, als sich zu bemühen, die eigenen Fehler klein zu reden.

Kommt wirklich die

Kommt wirklich die Zwangsvegetarisierung und das Verbot der Currywurst, wenn die Künast regiert?

Verbot der Currywurst? Und

Verbot der Currywurst? Und Konopke? Steht der nicht unter Milieuschutz gegen die grüne Gentrifizierung??? Die Currywurst ist schliesslich ein Wirtschaftsfaktor!

Liebe Website-Besucher, die

Liebe Website-Besucher, die Grünen Berlin stehen der Currywurst absolut positiv gegenüber. Wahlkampfmanager Heiko Thomas schreibt in seiner (nicht ganz ernst gemeinten) Antwort auf steigende Currywurst-Preise: "Auch mir läuft beim bloßen Gedanken daran das Wasser im Munde zusammen" (s. http://gruene-berlin.de/da-m%C3%BCssen-wir-ran/die-currywurst-ist-hier-mitunter-ziemlich-teuer). Also keine Sorge: Die Currywurst ist fester Bestandteil der Berliner Kultur und wird auch als solcher von uns bewahrt werden!

Dit hatte der Mutlu ja auch

Dit hatte der Mutlu ja auch schon beklagt, wa? Und dann hamse ihm beinahe die Fresse poliert, diese Wuchermistkerle! Und wenn schon die Politiker Probleme ham mit dem Bezahlen von die Currywurst, wat denken sie da wat wir einfaches Volk da erleben müssen??? Können die Grünen den Currywurstpreis nicht staatlich regulieren? dat wäre mal ein Anfang gegen die Wucherei!

Mich hat schon Künasts Flyer

Mich hat schon Künasts Flyer mit dem Hühnchencurry gestört. Klimawandel, anyone? Und jetzt auch noch Currywurst. Haben Sie eigentlich irgendeine politische Linie?

Liebe User_Innen, wir bitten

Liebe User_Innen, wir bitten Sie in Ihren Kommentaren die Nettiquette zu wahren. Rassismus jeder Art, ob gegen schwarze oder westfälische Mitbürger_innen wird von uns auf das schärfste verurteilt und umgehend zurückgewiesen. Wir behalten uns weitere Schritte vor. Webadministrator_in Bü90/Die Grünen Berlin

Liebe Grüne, wenn schon

Liebe Grüne, wenn schon ehrlich, dann bitte auch richtig. Der Herr, dessen Aufgabe Sie ausgesucht haben, ist nicht nur der Chef ihrer Agentur, sondern war früher auch mal der Sprecher der Grünen Jugend. Das riecht so offensichtlich nach fake, dass Sie mit einer langen Erklärung die Sache kaum besser machen. Das ist doch eine Mitmach-Simulation für die Presse, wenn Probleme angegangen werden, die die eigenen Funktionäre einspeisen... Peinlich berührt bin ich!

Lieber Marc, so eindeutig und

Lieber Marc,

so eindeutig und einfach, wie es nach außen scheint, ist es nun einmal nicht immer. In Wahlkampfzeiten muss es häufig so schnell gehen, dass nicht immer alles rund läuft - hier arbeiten auch nur Menschen, die in diesem Fall in der Kürze der Vorbereitungszeit des Termins nicht alle problematischen Verbindungen feststellen bzw. rechtzeitig kommunizieren konnten. Wir bitten dich und alle anderen Berlinerinnen und Berliner deshalb um Vertrauen in die Aufrichtigkeit der oben stehenden Erklärung.