Mehr Freiheiten für die freie Kulturszene!

Auf dem Deck des Radialsystems V traf Renate Künast sich am Dienstagvormittag mit Theater- und Tanzschaffenden aus der Berliner Kulturszene. Die grüne Kandidatin für das Amt der Regierenden Bürgermeisterin diskutierte mit den Anwesenden angeregt über die Arbeits- und Produktionsbedingungen der freie Szene und die Situation der Veranstaltungsorte.

Die freie Szene zeichnet sich durch eine beeindruckende Vielschichtigkeit aus. Renate Künast zeigte sich besorgt angesichts der finanziellen Kluft zwischen den institutionell geförderten Häusern und der freien Szene. Als langfristiges Ziel gab sie vor, die freie Szene mit 10 Prozent des Kulturetats zu fördern. Zudem will sie dafür sorgen, dass in Berlin endlich nachhaltige Kulturpolitik gemacht wird: für mehr Transparenz in den Förderentscheidungen und eine bessere Durchlässigkeit im Fördersystem!

Ein wesentlicher Punkt in der Diskussion war, dass Kulturschaffende endlich von ihrer Arbeit leben können müssen. In Zukunft sollen daher nur solche Förderanträge entgegengenommen werden, die eine angemessene Vergütung aller an der Produktion Beteiligten enthalten.

Kommentare

Vielfalt braucht Raum , den

Vielfalt braucht Raum , den man mit möglichst wenigen Einschränkungen nutzen und bezahlen kann. Siehe zum Beispiel die Zwischennutzung des Palast der Republik, den es nicht mehr gibt. Als Kulturstädte ist das Stadtschloss, so wie die Nutzung vorgesehen ist, international gesehen natürlich ganz toll, aber leider Teuer, und es wird Berlin insgesamt auch nicht billiger machen. Das ist ein Magnet für Menschen die es sich Leisten können ihre zweit, dritt oder viert Wohnung in Berlin zu besitzen. Angemessene Vergütung ist natürlich toll, aber meiner Meinung nach doch zu Kurz gedacht, weil es den Nährboden außer acht lässt, aus dem freie Kultur entsteht.