Plastik? Nein Danke!

Ein Sommertag am Maybachufer. Der Markt in Kreuzkölln lädt ein: zum Feilschen, zum Flanieren, zum gesunden Einkaufen. Die saftigen Gurken, Tomaten und Pfirsiche an den Ständen könnten appetitanregender nicht sein. Der Maybachmarkt hat inzwischen Kultstatus und lockt zweimal in der Woche unzählige Menschen hierher, die die besondere Atmosphäre dieses Marktes lieben.

Bündnis 90/Die Grünen machten heute, am 2. August, mit der Aktion „Plastik? Nein Danke!“ auf umweltfreundlichen Konsum aufmerksam. Cem Özdemir, Parteivorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen besuchte zusammen mit den grünen Landespolitikern Anja Kofbinger, Dirk Behrendt und Turgut Altug den Markt, um dort Jutebeutel und Papiertüten an die Marktstände zu verteilen. Das grüne politische Ziel ist, dass der Plastikverbrauch in Deutschland deutlich reduziert wird – am liebsten auf Null.

Wir Grüne setzen uns dafür ein, dass Plastiktüten nicht günstiger sein dürfen als recycelbare Verpackungen. Durch eine Preispolitik, die dem Schaden Rechnung zollt, den Plastikmüll anrichtet. Außerdem wollen wir prüfen, ob ein Verbot von Plastiktüten – wie es etwa in Italien praktiziert wird – auch für Deutschland die richtige Lösung ist.

Handeln im Kiez – für die Zukunft der Erde
„Das bunte Treiben auf dem BiOrientalmarkt am Maybachufer – das ist Kiezleben pur. Ich wohne hier gleich um die Ecke, und einer der Gründe, warum ich meinen Kiez liebe, ist, dass ich Dienstags und Freitags am Maybachufer einkaufen kann.“, sagt Anja Kofbinger, grüne Abgeordnete und Direktkandidatin in Neukölln. Umso schlimmer, dass die Kunden ihr Gemüse meistens in billig produzierten Plastiktüten nach Hause schleppen. Die sind nur einmal benutzbar und man kann sie nicht recyceln.

„Die Plastiktüte ist neben der Getränkedose die größte Geißel der Verpackungsindustrie.“, scherzt Dirk Behrendt, ebenfalls grüner Abgeordneter und Direktkandidat in Kreuzberg. Witzig meint er das aber nicht, denn, wie er hinzufügt, ist Plastik nicht abbaubar – was einmal produziert wurde, bleibt als Müll erhalten. Was wir hier in Berlin nicht sehen: Die bisher hergestellte Menge an Plastik reicht aus, um die Erde sechsfach einzupacken. Im Pazifischen Ozean schwimmt sechs Mal mehr Plastikmüll als natürliches Plankton. Jährlich verenden hunderttausende Fische, Vögel und Schildkröten wegen dieser Müllansammlungen im Meer.

Nachhaltiger Konsum: Jede und jeder ist gefragt
Grund genug etwas zu tun! „Wir übernehmen seit unserer Gründung Verantwortung für die Umwelt und wollen auch jetzt wieder ein Zeichen setzen.“, unterstreicht Turgut Altug, Listen- und Direktkandidat in Kreuzberg. „Aber auch jede Konsumentin und jeder Konsument kann durch sein Kaufverhalten dazu beitragen, dass die Plastikmüllinseln im Pazifik nicht noch größer werden.“

„Plastic Enemy“ oder „Geiler Sack“ steht auf den Stofftüten, die verteilt werden. Die Botschaft ist klar: Plastikmüll verschmutzt die Umwelt, Plastik wird aus dem schwindenden Rohstoff Erdöl hergestellt. Wenn wir in Zukunft noch aus den Ressourcen unserer Umwelt schöpfen wollen, müssen wir gegensteuern und aktiv die uns verbleibenden natürlichen Ressourcen schützen. Eine kleine, aber wirkungsvolle Methode ist, die „Plastiktüte links liegen zu lassen“, wie Cem Özdemir herausstellt. So kann jede und jeder etwas für den Umweltschutz tun!

Bewusst Konsumieren ist nachhaltig Leben. Denn wir haben die Erde nur von unseren Kindern geliehen.

Kommentare

Gute Sache, Euer Engagement!

Gute Sache, Euer Engagement! Klingt nach einer kleinen Sache, aber ist in der Tat ja wichtig!

ist eben nicht wichtig!

ist eben nicht wichtig!

Tolle Aktion! Europas größter

Tolle Aktion! Europas größter Anbieter für biologisch abbaubare Tüten, etc. www.biomat.info

Ich liebe diese Tüten....

Ich liebe diese Tüten.... wenn sie nicht mehr taugen... kann man sie noch zum Sammeln des Bioabfalls benutzen und dann ab in die Biotonne damit!

so isset richtig!

so isset richtig!

nein, werden nicht. die

nein, werden nicht. die anbauflächen für die rohstoffe sind in europa. und in europa gibt es noch genügend (stillgelegt) anbauflächen, ohne dass wälder abgeholzt werden müssen.

sicher, ist wie bei e10 und

sicher, ist wie bei e10 und allem anderen gelüge!

werbung? nein

werbung? nein danke! andererseits: kauf deinen strom bei mir - ist bio!

endlich wird die welt

endlich wird die welt gerettet! und siehe unten: CAPTCHA Diese Frage hat den Zweck zu testen, ob Sie ein menschlicher Benutzer sind und um automatisiertem Spam vorzubeugen. ich bin ein tierischer benutzer!

Liebe Interessierte, der

Liebe Interessierte, der durchschnittliche EU-Bürger verbraucht pro Jahr rund 500 Plastiktüten! EU-Umweltkommissar Potocnik will sie deshalb entweder verbieten oder zumindest mit einer hohen Steuer belegen. Bis heute 24 Uhr können EU-Bürger online abstimmen, wie in Zukunft mit der Plastiktüte umgegangen werden soll. Hier ein Link zur Abstimmung (Seite der Europäischen Kommission): http://ec.europa.eu/yourvoice/ipm/forms/dispatch?form=PLASTICBAGS Danke für's mitmachen, Grüße, AB.

500 plastiktaschen pro kopf

500 plastiktaschen pro kopf und jahr????? wie soll das denn gehen? 1,369863 pro tag????? abzüglich sonn- und feiertage????? abzüglich urlaubs- und krankentage????? niemals!!!!

abzüglich arme, säuglinge,

abzüglich arme, säuglinge, 68iger, alte mit hackenporsche usw. etc.

ich habe maximal 10

ich habe maximal 10

ich nur 3-5

ich nur 3-5

Im Moment sieht ja man sie ja

Im Moment sieht ja man sie ja allen Orts... die Wahlplakate an den Laternen und sonstigen Masten. Meist sind es Kunststoffplakate, die mit Kabelbindern aus Plastik befestigt sind. Nach der Wahl hängen zumindest diese Binder wieder monatelang als Reste an den Laternen. In der Vergangenheit haben hier auch die Grünen keine erkennbare Ausnahme gemacht. Wie steht man diesmal zum eigenen - biologisch schlecht abbaubaren - Müll?

warum sollten die

warum sollten die angesprochenen hier konsequent sein?

auf dieser seite ist sogar

auf dieser seite ist sogar die zeit gelogen! es ist 19:13 uhr

"jute statt plastik" ist so

"jute statt plastik" ist so tot wie alt!

onkel chem: (uncle

onkel chem: (uncle sam) "Plastik kommt uns nicht in die Tüte!" vorsicht, kinder! näpper, schlepper, bauernfänger!

nach 90 tagen speicherwut ist

nach 90 tagen speicherwut ist das hier hoffentlich vergessen