03.03.26 –
Am Dienstag, den 3. März 2026, fand die sechste Grüne Gewerkschaftsrunde von Bündnis 90/Die Grünen Berlin statt. Im Mittelpunkt des Austauschs standen Fragen von Tarifbindung, Arbeitsmarkt, Ausbildung, Mitbestimmung sowie Entwicklungen in Landesunternehmen und Industrie. Teilgenommen haben u.a. Vertreter*innen des Deutschen Gewerkschaftsbundes Berlin-Brandenburg (DGB BB), von ver.di, GEW, IGBCE. Seitens der Grünen nahmen die Landesvorsitzenden, die Fraktionsvorsitzenden der Abgeordnetenhausfraktion sowie die zuständigen Fachpolitiker*innen teil.
Ein zentrales Thema war der angekündigte Stellenabbau bei BASF. Für Bündnis 90/Die Grünen ist klar: Beschäftigte dürfen in der Transformation nicht allein gelassen werden. Ebenso wurden die laufenden Tarifverhandlungen und Arbeitskämpfe bei Landesunternehmen wie BVG und Vivantes diskutiert. Gute Arbeit in öffentlichen Unternehmen bleibt ein Kernanliegen bündnisgrüner Politik.
Nina Stahr und Philmon Ghirmai, Landesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen Berlin, erklären:
„Solidarität ist kein nostalgischer Begriff, sondern eine konkrete politische Aufgabe. In einer Zeit, in der globale Krisen und Kriege, Transformation, Digitalisierung und Klimakrise viele Beschäftigte verunsichern, braucht es starke Gewerkschaften, klare Regeln und eine Politik, die soziale Gerechtigkeit ins Zentrum stellt. Wir stehen an der Seite der Beschäftigten: für gute Löhne, faire Arbeitsbedingungen und echte Mitbestimmung in den Betrieben und im öffentlichen Dienst.
Gerade in der heutigen Zeit haben starke, demokratisch gewählte Interessenvertretungen in den Betrieben eine nicht zu unterschätzende Bedeutung. Die zunehmenden Versuche rechter Akteur*innen, Einfluss auf Betriebsratswahlen zu nehmen, bereiten uns große Sorge und erfordern konkrete Antworten. Wir rufen deswegen die Beschäftigten dazu auf, von ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen und sich an den Betriebsratswahlen zu beteiligen.“
Die Grüne Gewerkschaftsrunde ist Teil des kontinuierlichen Dialogs zwischen Partei, Fraktion und Gewerkschaften. Ziel bleibt es, die Interessen der Beschäftigten frühzeitig in politische Entscheidungsprozesse einzubeziehen und gemeinsam Lösungen für eine sozial gerechte und klimaneutrale Zukunft Berlins zu entwickeln.
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