Wer Kultur streicht, streicht Berlin

29.06.26 –

Zu den Ergebnissen der Studie "Kultur als Standortfaktor in Berlin" vom Institut für Kulturelle Teilhabeforschung erklärt Werner Graf, Bürgermeisterkandidat von Bündnis 90/Die Grünen Berlin: 

"Diese Studie kommt zur richtigen Zeit, denn sie zeigt schwarz auf weiß: Wer an der Kultur streicht, der streicht Berlin. 

Berlins Kunst- und Kulturlandschaft sorgt nicht nur für individuelles Wohlbefinden, ein lebendiges soziales Miteinander und eine wache und dynamische Stadtgesellschaft, sondern in Berlin ist Kultur auch einer der wichtigsten ökonomischen Standortfaktoren und damit wirtschaftlich unverzichtbar. Jeder Euro, der über die öffentliche Kulturförderung investiert wird, bringt der Stadt im Schnitt 3,50 Euro zurück. Mit dem verschwindend geringen Anteil von weniger als 2 Prozent am Gesamthaushalt trägt die öffentliche Kulturförderung des Landes also ganz wesentlich zur Wertschöpfung in Berlin bei. Unterm Strich bringen die zahlreichen Kultureinrichtungen, Kunstschaffenden und Kreativen Berlin also doppelten Gewinn: Sie erhöhen die Lebensqualität der Menschen in der Stadt und bringen Berlins Stadtkassen bares Geld.   

Umso größer ist der Schaden, den CDU und SPD in den letzten drei Jahren durch ihren Kulturabbau angerichtet haben. Drei Kultursenatoren und vier Staatssekretäre in nur dreieinhalb Jahren sind eine verheerende Bilanz. Das vom derzeitigen Senat verursachte Haushaltschaos sowie die Fördergeldaffäre haben nicht nur Berlins Identität und internationale Ausstrahlung in Gefahr gebracht, sondern auch die Attraktivität und Innovationskraft der Stadt bedroht. Das schadet der ökonomischen Entwicklung und Zukunft Berlins, wie die Studie nun belegt. 

Berlin kann sich Kai Wegners Desinteresse an der Kultur und die kulturpolitische Inkompetenz seiner Partei auch ökonomisch schlicht nicht leisten." 

Kategorie

Buntes Berlin, vielfältige Stadt.