23.07.26 –
Queere Menschen leben überall in Berlin – in Mitte wie in Spandau, in Kreuzberg wie in Marzahn! Ob sie Unterstützung, Beratung oder sichere Orte finden, darf nicht davon abhängen, wo sie in Berlin wohnen.
Deshalb braucht es in der gesamten Stadt queere Infrastruktur und Angebote – im Zentrum wie am Stadtrand. Wir wollen Queerbeauftragte in allen Bezirken und einheitliche Beratungs- und Unterstützungsangebote für LSBTIQ* in der ganzen Stadt. Das Verschwinden queerer Orte stoppen wir und schaffen neue.
Queerfeindliche Gewalt und Hass gegen queere Menschen und Einrichtungen sind in den letzten Jahren drastisch gestiegen. Wir Grüne begegnen dem mit einem Dreiklang aus Bildungsarbeit, Prävention und besseren Schutzmaßnahmen.
Dazu bauen wir die Fachstellen für queere und intersektionale Bildung dauerhaft aus, stärken Projekte, die aufklären, Vorurteile abbauen und Akzeptanz fördern. Wir verbessern den Schutz queerer Einrichtungen, erhöhen die Polizeipräsenz bei akuten Bedrohungslagen und schulen Polizei und Justiz für einen sensiblen Umgang.
Mehrfach drohte in den vergangenen Jahren ein völliges Aus für die queere Bildungs- und Jugendarbeit in Berlin. Dabei brauchen gerade junge Menschen Unterstützung und Orte, an denen sie sich sicher entfalten können. Wir hingegen wollen queere Bildungs- und Jugendarbeit stärken und in jedem Bezirk mindestens einen queeren Jugendort schaffen.
Queere Menschen jeden Alters brauchen Unterstützung. Deshalb schaffen und sichern wir flächendeckend queere Gesundheits- und Pflegeangebote.
Viele queere Menschen leben und gründen Familien – überall in der Stadt. Wir stärken die Beratungsangebote für Regenbogenfamilien und wollen ein weiteres Regenbogenfamilienzentrum für Berlin. Wir sorgen dafür, dass das Personal in Gerichten und Jugendämtern geschult ist, um die Diskriminierung von Regenbogenfamilien abzubauen und unterstützen insbesondere Regenbogenpflegefamilien.
Und damit nie wieder queere Menschen ihre eigenen Kinder adoptieren müssen, setzen wir uns auf Bundesebene für die längst überfällige Reform des Abstammungsrechts ein.
Die LSBTIQ*-Community Berlins ist so vielfältig wie unsere Stadt. Wir bieten gerade Menschen Unterstützung und Sichtbarkeit, die oft übersehen werden oder spezifischer Diskriminierung ausgesetzt sind. Wir erhöhen daher weiter die Aufmerksamkeit für lesbisches Leben und lesbische Belange, unterstützen gezielt Bi+Personen und ihre Strukturen und bauen die Diskriminierung von trans*, inter*, nicht-binären und agender Berliner*innen ab.
Wir fördern Anlauf- und Beratungsstellen für mehrfach marginalisierte queere Gruppen wie queere Geflüchtete oder von Antisemitismus, Antiziganismus und Rassismus betroffene Queers, stärken die Erinnerungskultur und fördern queere Perspektiven im Kulturleben.
Wir stehen für ein Berlin, in dem jeder Mensch sein Recht auf angemessenen Wohnraum wahrnehmen kann. Deshalb kämpfen wir für bezahlbare Mieten und eine gemeinwohlorientierte Stadtentwicklung, gegen Spekulation und den Ausverkauf von öffentlichem Grund und Boden.
Doch auch der Wohnungsmarkt ist nicht frei von Diskriminierung. Wir wollen die Fachstelle gegen Diskriminierung auf dem Wohnungsmarkt weiter stärken sowie wohnungslose queere Menschen wirksam unterstützen. Wir wandeln Büros in Wohnraum um und schaffen gezielt Wohnraum für queere Generationen-WGs.
Am 20. September 2026 ist Berlin-Wahl. Eine Stimme für Grün ist eine Stimme für ein Berlin der Freiheit, Vielfalt und Solidarität.
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