Grüne Berlin fordern bessere Bezahlung für Erzieher*innen und Sozialpädagog*innen

Zum Warnstreik der Berliner Erzieher*innen am heutigen Dienstag, den 29. Januar 2019, erklärt Nina Stahr, Landesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen Berlin:

"Die Arbeit, die tagtäglich in unseren Kitas geleistet wird, ist von unschätzbarem Wert. Das muss sich endlich auch in der Bezahlung ausdrücken. Die rot-rot-grüne Koalition hat deutlich gemacht, dass sie geschlossen an der Seite der Erzieher*innen und Sozialpädagog*innen steht. Wir gehen davon aus, dass Finanzsenator Kollatz in den Tarifverhandlungen der Länder dieses Jahr mit Nachdruck für eine bessere Bezahlung kämpfen wird.

Erzieher*innen müssen im Tarifvertrag der Länder endlich anders eingruppiert werden, nämlich mindestens in die Entgeltgruppe 9. Sollte eine bessere Bezahlung im Rahmen des Tarifvertrags der Länder nicht möglich sein, müssen wir andere Wege prüfen. Vorbild könnte etwa das Hamburger Modell sein.

Aktuell fehlen in der Hauptstadt bis zu 5.000 Kitaplätze. Das ist ein untragbarer Zustand für Eltern und Kinder. Berlin muss den Rechtsanspruch auf einen Kitaplatz gewährleisten. Das können wir nur, wenn wir ausreichend und gut ausgebildetes Personal finden. 

Es ist an der Zeit, dass wir Erzieher*innen endlich den nötigen Respekt für ihre Arbeit entgegenbringen. Das drückt sich natürlich nicht nur in der Bezahlung aus – aber eben auch."



Auf ihrem Landesparteitag am Samstag, den 21. April 2018, haben Bündnis 90/Die Grünen Berlin ein Aktionsprogramm beschlossen, um dem Mangel an Kitaplätzen in der Stadt entgegen zu wirken. Den Beschluss finden Sie hier.