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Der Kreisverband Treptow-Köpenick lädt am 20. März 2014 zu einem Filmabend mit dem Thema „Rassismus in bewegten Bildern“ ein. Der Filmabend ist eine Veranstaltung der diesjährigen Internationalen Wochen gegen Rassismus vom 11.-24. März. Gezeigt werden zwei mit dem Deutschen Menschenrechtsfilmpreis ausgezeichnete Kurzfilme. Im Anschluss werden die thematisierten Probleme in einer Diskussion aufgegriffen, bei der auch Clara Hermann, Sprecherin gegen Rechtsextremismus der Grünen im Berliner Abgeordnetenhaus, anwesend sein wird.
Rechtsextremismus ist nach wie vor in der Mitte unserer Gesellschaft verankert. Wissenschaftliche Studien zeigen immer wieder, dass bestimmte Gruppen wie Migranten, Juden oder auch Homosexuelle starker Diskriminierung ausgesetzt sind, die auf rassistisches Gedankengut zurückgeht. Seit mehreren Jahren geraten dabei verstärkt Flüchtlinge in den Fokus der Öffentlichkeit. Sie werden nicht nur auf ihrer Flucht nach Deutschland ausgebeutet, fahrlässig getötet und als Menschen zweiter Klasse behandelt. Vielmehr müssen sie auch hier ein Leben in abgegrenzten Flüchtlingsheimen fristen, Anfeindungen von AnwohnerInnen ertragen und sich von Seiten der Politik als „Armutstouristen“ beschimpfen lassen.
Diese Probleme werden in den Filmen „Bon Voyage“ (6 min.) von Fabio Friedl und „Oury Jalloh“ (30 min.) von Simon Pateau thematisiert. Der Animationsfilm „Bon Voyage“ setzt sich in überzeichnetem Stil mit dem Leidensweg der Flüchtlinge nach Europa auseinander. Er gewann 2012 den Deutschen Menschrechtsfilmpreis in der Kategorie „Kurzfilm“. Fabio Friedls Film dagegen zeigt auf semidokumentarische Weise die Vorgeschichte des Todes von Oury Jalloh, der 2005 gefesselt in einer deutschen Gefängniszelle verbrannte. Eindringliche Bilder erzählen dabei von einem kalten, abweisenden Deutschland, das sich allen Integrationsversuchen von Flüchtlingen widersetzt. Der Film setzt Freunde des Verstorbenen als Schauspieler ein und erhielt 2008 den Menschenrechtsfilmpreis in der Kategorie „Amateurflim“
Alle Interessierten Bürgerinnen und Bürger sind am 20. März um 19 Uhr herzlich in die Geschäftsstelle des Kreisverbands in der Schnellerstraße 23 in Schöneweide eingeladen, um die Filme anzuschauen und über das Thema zu diskutieren. Der Eintritt ist frei.
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