Sexualisierte und digitale Gewalt stoppen

Ein weißes Transgender-Symbol auf einem lilafarbenen Hintergrund.

Unsere Forderungen zum Schutz von Frauen

Am 22. März 2026 fand die Demonstration „Sexualisierte und digitale Gewalt stoppen” am Brandenburger Tor statt. 13.000 Menschen kamen spontan an diesem Sonntag zusammen. 13.000 Menschen, die wütend sind, sauer, enttäuscht, frustriert, aber eines nicht: überrascht. Denn wir alle kennen die Zahlen zu Gewalt gegen Frauen. Wir alle kennen Opfer in unserem Freund*innenkreis. Wir alle kennen Situationen, in denen Frauen tagtäglich angegriffen werden, im Netz und auf der Straße.  
Aufgerufen zur Demo wurde von verschiedenen Bündnissen, nachdem die Moderatorin Collien Fernandes die Vorwürfe gegen ihren Ex-Ehemann, Schauspieler Christian Ulmen, öffentlich machte.

Gegen Hass und Drohungen

Collien Fernandes  ist keine Berlinerin. Aber viele Berlinerinnen erleben, was auch ihr Fall sichtbar macht: digitale Gewalt, Einschüchterung, sexualisierte Angriffe, Hasskommentare, Drohungen und gezielte Demütigung im Netz. Das muss aufhören!

Viele von uns sind müde. Immer und immer wieder gehen wir auf Demos, benennen Missstände, diskutieren und hoffen, dass sich etwas ändert. Die Demo hat uns Mut gemacht und es hilft zu sehen, dass man nicht allein ist mit diesem Gefühl der Machlosigkeit. Uns ist klar: Eine Demo reicht nicht!  

Werner Graf, Grüner Bürgermeisterkandidat, war vor Ort und sagt: "Vor allem aber Danke an die Frauen, die diese Demo organisiert haben. An die Frauen, die gerade ihre Geschichte teilen und uns so klar und deutlich vor Augen halten, was Männer getan haben. An die Frauen, die sich schon lange mit aller Kraft für Konsequenzen für Täter und den Schutz von Opfern einsetzen. Wir Männer müssen handeln und zwar jetzt. Es braucht grundlegenden Wandel. Juristisch wie gesellschaftlich."

Wir brauchen politischen Druck, klare Regeln, bessere Unterstützung für Betroffene und Konsequenzen für Täter. Unterstütze unsere Forderungen gegen sexualisierte Gewalt! 

Darauf kommt’s jetzt an:

Strafrecht anpassen 

Wir fordern schärfere Gesetze zum Schutz vor digitaler Gewalt, wollen sexualisierte Deepfakes unter Strafe stellen und ein digitales Gewaltschutzgesetz. Wir brauchen ein digitales Portal zum Schutz Engagierter.

Betroffene unterstützen, Digitale Gewalt bekämpfen

Wir brauchen eine Sonderzuständigkeit für Sexualdelikte an unseren Strafgerichten.

Manosphere entlarven 

Wir müssen Kinder und Jugendliche besser vor den Fängen des Algorithmus schützen. Es braucht endlich eine umfassende Medienbildung und Aufklärung über die Manosphere, gerade bei unseren Söhnen.