Online | Feministische Verkehrspolitik

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Mittwoch, April 22, 2020 - 19:00

Liebe Freund*innen,

wir laden Euch herzlich ein zur Online-Aprilsitzung der LAG Frauen* und Gender am Mittwoch, den 22. April von 19 bis 21 Uhr. Achtung: Es handelt sich wegen der Osterferien um den vierten Mittwoch. 

Diesmal geht es um feministische Verkehrspolitik und wir freuen uns, diese tollen Gäste begrüßen zu dürfen:

  • Prof. Dr. Christine Bauhardt, Zentrum für transdisziplinäre Geschlechterstudien, Humboldt-Universität zu Berlin
  • Lena Osswald und Indre Zetzsche von Fem*Mo
  • Stefan Gelbhaar, Sprecher für städtische Mobilität und Radverkehr der bündnisgrünen Bundestagsfraktion 
  • Harald Moritz, Sprecher für Verkehrspolitik der bündnisgrünen Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus

 

Die Verkehrspolitik der vergangenen Jahrzehnte ist klar vom Auto dominiert. Bis heute verfolgt die gängige Art der Stadtplanung oft vorrangig das Ziel, dass der motorisierte Individualverkehr möglichst schnell fließt. Automobilität ist männlich dominierte Mobilität. Frauen* nutzen statistisch gesehen deutlich mehr öffentliche Verkehrsmittel als Männer*, fahren mehr Fahrrad und gehen zu Fuß. Weiterhin sind es die Frauen*, die leider immer noch drei Viertel der unbezahlten Sorgearbeit leisten. Besonders für diese Arbeit fallen zahlreiche Extrawege an. Gleichzeitig wird die Verkehrs- und Stadtplanung hauptsächlich von Männern gemacht. Wie soll dabei eine inklusive Politik herauskommen, die die Bedürfnisse von Frauen* und anderen marginalisierten Gruppen berücksichtigt? Also ganz praktisch gesprochen: ein bezahlbarer, flächendeckender ÖPNV mit attraktiver Taktung und ohne sexuelle Belästigung. Ein flächendeckendes und sicheres Radwegenetz. Gehwege, auf denen ein Rollstuhl und ein Kinderwagen aneinander vorbei passen. 

Glücklicherweise zeigt sich hier an manchen Orten gerade eine Trendwende. Mit dem Mobilitätsgesetz haben wir uns in Berlin schon auf den Weg gemacht, die Verkehrswende anzupacken. Häufig ist das, was aus Klimaschutzgründen beschlossen wurde, auch aus feministischer Sicht sinnvoll. In unserer Sitzung wollen wir genau hinsehen und gemeinsam diskutieren, was aus feministischer Sicht noch nötig wäre. 

Aufgrund der Corona-Pandemie findet die Sitzung als Videokonferenz bei GoToMeeting statt. Hier die Einwahldaten: https://global.gotomeeting.com/join/674147757



Bitte installiert im Vorfeld die App, um am Meeting teilnehmen zu können: https://global.gotomeeting.com/install/674147757

Wir freuen uns auf eine spannende Diskussion mit Euch!

Herzliche Grüße

Eure Sprecher*innen

Ju, Amina, Miriam und Nicolàs

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