Der 8. März ist feministischer Kampftag. Weltweit gehen Menschen auf die Straße, um für Gleichberechtigung und gegen patriarchale Strukturen zu kämpfen.
Auch in Berlin zeigt sich wie wichtig dieser Kampf heute noch ist: Feminismus bleibt eine zentrale demokratische Aufgabe. Eine neue wissenschaftliche Expertise zu Antifeminismus in Berlin, die von der Grünen Fraktion im Abgeordnetenhaus vorgestellt wurde, macht deutlich, wie stark antifeministische Netzwerke organisiert sind. Es ist die erste umfassende wissenschaftliche Ausarbeitung, die Netzwerke, Strategien und Einflussstrukturen systematisch analysiert und insbesondere Berlin als zentralen Knotenpunkt in den Blick nimmt. Die Expertise kann unter diesem Link heruntergeladen werden.
Die Expertise von Andreas Kemper zeigt, wie eng antifeministische Akteur*innen aus Politik, religiösem Fundamentalismus, Männerrechtsmilieus und rechten Medien vernetzt sind. Sie legt offen, wie Kampagnen funktionieren, wo institutionelle Schwächen liegen und welche politischen Schritte jetzt notwendig sind.
Werner Graf, grüner Fraktionsvorsitzender und Bürgermeisterkandidat, warnt: „Antifeminismus ist eine Gefahr für unsere Demokratie.“ Er verbinde sich häufig mit Queerfeindlichkeit, Rassismus und Antisemitismus und ziele darauf ab, Menschen aus der öffentlichen Debatte zu drängen. Graf ruft besonders Männer zum Engagement auf: „Männer, werdet Feministen und stellt euch dem Antifeminismus in den Weg.“
Die grüne Fraktion hat einen Antrag beschlossen, der im Abgeordnetenhaus eingebracht wird und wirkungsvolle Möglichkeiten der Aufklärung rund um Antifeminismus vorschlägt.
Wie wichtig Austausch und Vernetzung sind, zeigte auch unser feministischer Brunch des Grünen Landesverbands am Wochenende mit Co-Spitzenkandidatin Bettina Jarasch und unserer Frauen- und Genderpolitischen Sprecherin aus dem Landesvorstand, Jana Brix . Beim Treffen „Brunch & Begegnung – Feminismus im Generationendialog“ kamen FLINTA aus verschiedenen Generationen zusammen, hörten Inputs, diskutierten miteinander und knüpften neue Kontakte.
Der feministische Kampftag lebt vom Engagement vieler Menschen. Deswegen gehen wir zum Feministischen Kampftag am 8. März wie jedes Jahr auf die Straße. In einer vielfältigen Gesellschaft sind Gleichberechtigung und Teilhabe keine Nice-to-haves. Sie sind zentrale Grundwerte, die wir tagtäglich gestalten wollen!