28.01.26 –
Vorläufiger Beschluss auf dem Landesausschuss:
Wir Bündnis 90/Die Grünen Berlin setzen uns für eine bessere Vereinbarkeit von Wechseljahren und Arbeitsleben ein. FLINTA*, die sich in den Wechseljahren befinden, haben ein Recht auf gesundheitliche Unterstützung und faire Arbeitsbedingungen. Wechseljahre sind keine Krankheit – aber sie haben häufig
Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit, die gesellschaftlich bislang tabuisiert, individuell aber stark belastend sind. Wir wollen diesen Missstand beenden. Es braucht endlich Aufklärung, Forschung und konkrete Maßnahmen, damit FLINTA* in dieser Lebensphase selbstbestimmt, fair und gesund weiterarbeiten können.
Wir fordern:
Eine umfassende Informations- und Sensibilisierungskampagne für Arbeitgeber*innen, Personalverantwortliche und den öffentlichen Dienst, etwa durch die Integration des Themas in bestehende Beratungsangebote und Weiterbildungen.
Die Fortführung oder Förderung einer wissenschaftlichen Studie (z. B. IFAF-Studie „MenoSupport“), um Daten zur Verbreitung von Wechseljahresbeschwerden, ihren Auswirkungen auf Erwerbstätigkeit und zu den spezifischen Bedürfnissen von Arbeitnehmer*innen zu erheben – mit besonderem Fokus auf mehrfach diskriminierte Frauen.
Die Entwicklung einer Wechseljahres-Strategie für die Berliner Verwaltung, orientiert am Vorbild Großbritanniens und an Studienergebnissen. Dabei sind spezifische Arbeitskontexte wie Schule, Kita, Sicherheitsbehörden und landeseigene Betriebe zu berücksichtigen.
Ein Handlungsleitfaden für Unternehmen, der aufzeigt, wie Arbeitgeber*innen Wechseljahresbeschwerden fair und unterstützend begegnen können, etwa durch flexible Arbeitszeiten, Gesundheitsangebote, eine gute Arbeitsumgebung und Ruhebereiche – auf Basis wissenschaftlicher Empfehlungen.
Die Unterstützung für eine bundesweite Strategie, um Wechseljahre in der Arbeitswelt zu enttabuisieren und strukturell zu verankern.
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