Grüne Berlin fordern radikalen Wandel in der Drogenpolitik

Zum Weltdrogentag am morgigen Mittwoch, den 26. Juni 2019, erklärt Werner Graf, Landesvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen Berlin:

"Wir freuen uns, dass der Weg für die Einführung von Drugchecking in Berlin nun endlich frei ist und Konsument*innen in Zukunft Drogen auf ihre Inhaltsstoffe testen lassen können. Nur wer weiß, was er zu sich nimmt, kann sich vor verunreinigten Pillen schützen. Wir brauchen dringend einen radikalen Wandel in der Drogenpolitik. Verbote führen nachweislich nicht zu weniger Konsum, sondern erhöhen die Gefahr für die Gesundheit der Menschen und finanzieren die organisierte Kriminalität. Statt Konsument*innen zu bestrafen, müssen wir sie schützen und ihnen einen aufgeklärten Konsum ermöglichen. Es ist an der Zeit, dass Berlin hier mutig vorangeht.

Die Einführung von Drugchecking ist ein wichtiger erster Schritt auf diesem Weg. Das reicht jedoch noch lange nicht. Die rot-rot-grüne Koalition sollte den Mut haben, weitere Schritte zu gehen. Berlin braucht nicht nur eine Eigenbedarfsregelung für Cannabis, sondern auch für andere Drogen. Der Vorstoß ranghoher Drogenfahnder*innen ist daher genau richtig. Schon in den Koalitionsverhandlungen haben wir gefordert, dass die Eigenbedarfsregelungen ausgeweitet werden – und wir bleiben dabei! Berlin braucht eine nachhaltige und progressive Drogenpolitik. Wir Grünen sind jederzeit bereit, für die Gesundheit der Berliner*innen und im Kampf gegen das organisierte Verbrechen weitere Schritte über den Koalitionsvertrag hinaus zu gehen."