Aktion Grünes Band zur deutschen Ratspräsidentschaft

Mittwoch, Juli 1, 2020 - 16:00

Liebe Europäer*innen,

am 1. Juli 2020 wird Deutschland die EU-Ratspräsidentschaft übernehmen. In Zusammenspiel mit der Europäischen Kommission und dem Europäischen Parlament wird die deutsche Bundesregierung für ein halbes Jahr die Agenda der europäischen Politik bestimmen und dadurch wichtige Weichen für die kommenden Jahre stellen. Durch den Ratsvorsitz kann Deutschland die europäische Agenda maßgeblich beeinflussen und Leitlinien für die Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedsstaaten setzen. Der Zeitpunkt ist von enormer historischer Bedeutung. Noch vor der Corona-Krise hatte Kommissionspräsidentin Ursula von den Leyen den European Green Deal aus Gleis gesetzt. Bis zu dessen tatsächlichen Umsetzung ist es aber noch ein weiter Weg. Derweilen ist die Fossillobby bereits mit allen Tricks darum bemüht, das Ziel der Klimaneutralität bis 2050 aufzuweichen. Doch, es bleibt uns keine Zeit mehr, um solche Ausweichstrategien zuzulassen. Die weltweite Klimakrise, und die damit verbundene Corona- und Biodiversitätskrise manifestieren sich bereits in unserem Leben. Die letzten Europawahlen, Friday for Future und andere gesellschaftliche Bewegungen zeigen uns, dass breite Teile der Bevölkerung uns dauerhaft unterstützen.

In diesem Kontext dürfen wir nicht still bleiben, trotz Corona. Am Beispiel der Kommissionspräsidentin zeigt sich, dass mit genügend politischen Rückhalt die Exekutive durchaus in der Lage ist, mutige Entscheidungen zu treffen. Lass uns diese mutige und vernünftige Stimme sein, die sagt: „Europa muss jetzt die Klimakrise anpacken, und eine sozial-ökologische Transformation unserer Gesellschaften einleiten, in dem die Wiederaufbaupläne für die Corona-Krise genutzt werden, um die Europäische Union bis 2050 zur Klimaneutralität zu verhelfen“.

Aus diesem Grund möchten wir alle (grüne) Europabegeisterten dazu einladen, sich an einer gemeinsamen Aktion am 1. Juli zu beteiligen. 

Wir wollen ein (sehr) langes grünes Band zwischen dem Europäischen Haus und dem Bundeskanzleramt ziehen, um auf die für die nächsten Monate besonders engen strukturellen Verbindung zwischen der deutschen Regierung und der Europäischen Union hinzuweisen. 

Dadurch erzeugen wir eine große mediale Aufmerksamkeit und können gleichzeitig die Corona-Maßnahmen einhalten, indem wir einen Mindestabstand von 5 Meter halten.

Herzliche grüne Grüße,

Baptiste

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