Frühkindliche Sprachförderung

Sitzung der Landesarbeitsgemeinschaft Bildung gemeinsam mit der Arbeitsgemeinschaft Kinder Jugend Famile

Wie weiter in der frühkindlichen Sprachförderung?

2016 startete das Bundesprogramm „Sprach-Kitas: Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist“. Nun steht fest, das Bundesprogramm läuft noch bis zum 30. Juni 2023 und kann dann von den jeweiligen Bundesländern übernommen und fortgesetzt werden. Der IQB-Vergleichstest für die vierte Jahrgangsstufe hat gezeigt, dass sich die Lese- und Schreibkompetenzen der getesteten Schülerinnen und Schüler nicht verbessert haben. Die Expertenkommission zur Bildungsqualität in Berlin hatte in seinen Empfehlungen im Jahr 2020 auch viele Hinweise für die frühkindliche Bildung. Ganz aktuell wurde der Kultusministerkonferenz ein Gutachten für die Perspektive der Grundschule vorgelegt, „Basale Kompetenzen vermitteln – Bildungschancen sichern. Perspektiven für die Grundschule“, Gutachten der Ständigen Wissenschaftlichen Kommission der Kultusministerkonferenz (SWK). Die kindliche Sprachbildung und -förderung hat zunehmend mehr Aufmerksamkeit und steht im Brennglas. Nur im Land Berlin tut sich scheinbar konzeptionell wenig, wie die sprachliche Bildung für die Kinder verbessert werden kann.

Die AG Kinder, Jugend und Familie und die LAG-Bildung von Bündnis 90 / Die Grünen wollen in einer öffentlichen Veranstaltung die derzeitige Situation der Sprachförderung ergründen und sich mit den Möglichkeiten einer verbesserten Sprachförderung in den Bereichen Familie, Kita, Schule und Gemeinwesen auseinandersetzen. Ziel soll es dabei sein, in den kommenden Monaten eigene konzeptionelle und strukturelle Vorschläge zur Sprachförderung zu unterbreiten, damit die bisherigen Mittel des Bundes in Berlin gut und konzentriert eingesetzt werden. Dabei verstehen wir die Mehr- und Vielsprachigkeit in der Stadt als Chance und Bereicherung, ohne die notwendige Verkehrssprache zu vernachlässigen. Denn sie ist Zugang und Ausgangspunkt zugleich für die formalen Bildungs- und Ausbildungsabschlüsse in Berlin. 

Einen Kurzinput mit anschließender Diskussion geben:

  • Dirk Jordan (LAG-Bildung) „Was und wieviel wird in den Kitas in Berlin für die Erreichung der Mindeststandards in der Verkehrssprache getan? Fragen an den Bildungsanspruch und die Bildungsqualität.“

  • Anja Kieburg und Nicole Wormann (Fachberatung Sprach-Kitas, FiPP e.V.) „Konkret - Sprachförderung in Kitas die am Bundesprogramm Sprachkitas teilnehmen. Ein Kurzbericht aus der Praxis“

  • N.N. (Kitaleiterin) „Alltägliche Sprachförderung in der Kindertagesstätte“

  • Melina Lauer (Leitung, Berliner Kita-Institut für Qualitätsentwicklung) „Berliner Bildungsprogramm, Sprachkitas, Quasta, BeoKiz, Toolboxen, welche Entwicklungen zeichnen sich derzeit in der Berliner Sprachförderung der Verkehrssprache ab?“

  • Dr. Nathalie Topaj (Koordinatorin BIVEM, Leibniz-Zentrum Allgemeine Sprachwissenschaft (ZAS)) „Alltagsintegrierte Sprachförderung und zusätzliche Methoden der Unterstützung in der frühkindlichen Bildung“

Moderation: Torsten Wischnewski-Ruschin (Sprecher AG Kinder, Jugend und Familie) und Carola Ehrlich-Cypra (Sprecherin LAG Bildung)

Abschlussstatement: Marianne Burkert-Eulitz - (MdA, Sprecherin für Familie und Bildung, Grüne Fraktion Berlin)

Die gemeinsame Sitzung findet öffentlich statt.

Datum

  • 19.01.23 19:00 Uhr

Ort

Veranstalter