1. Mai: Gleicher Lohn für gleiche Arbeit

Zum Tag der Arbeit am 1. Mai erklären Nina Stahr und Werner Graf, Landesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen Berlin, und Silke Gebel und Antje Kapek, Fraktionsvorsitzende im Berliner Abgeordnetenhaus:

Eine gerechte Gesellschaft braucht faire Einkommen. In Deutschland und auch in Berlin geht die Lohnentwicklung aber seit Jahren stark auseinander. Insbesondere Frauen verdienen immer noch viel weniger als Männer. Wir Grüne fordern gleichen Lohn für gleiche Arbeit – unabhängig von Geschlecht oder Herkunft.

Volle 77 Tage mussten Frauen in Deutschland dieses Jahr arbeiten, um das durchschnittliche Vorjahresgehalt ihrer männlichen Kollegen zu erreichen. Damit steht Deutschland im EU-Vergleich weit hinten. Das neue Entgelttransparenzgesetz wird diesen ungerechten Zustand nicht beenden. Wir brauchen eine gesetzliche Regelung, die für alle Frauen gilt.

Die Berliner Wirtschaft ist auf einem guten Weg. Aber der Arbeitsmarkt ist noch immer von Unsicherheit und Prekarisierung geprägt. Viele Berliner*innen – gerade Frauen – haben Schwierigkeiten, von Minijob oder Teilzeit wieder zurück in sozialversicherungspflichtige Beschäftigung zu kommen. Diese Rückkehr wollen wir gezielt fördern.

Berlin braucht eine Arbeitsmarktpolitik, die motiviert und Perspektiven eröffnet. Am 1. Mai kämpfen wir Grüne für gute Arbeit, faire Löhne für alle, ein Rückkehrrecht auf Vollzeit, mehr Weiterbildung und familienfreundliche Arbeitszeiten. Zugleich rufen wir dazu auf, den "Tag der Arbeit" friedlich zu begehen.