Nina Stahr kommentiert Studie der Bertelsmann-Stiftung zu Quereinsteigern an Berliner Grundschulen

Nina Stahr, Landesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen Berlin, kommentiert zur heute vorgestellten Studie der Bertelsmann-Stiftung zu Quereinsteigern an Berliner Grundschulen:

„Wieder zeigt sich, dass die Arbeitsbedingungen für Lehrerinnen und Lehrer in Berlin deutlich verbessert werden müssen. Dass ausgerechnet sogenannte Brennpunktschulen die meisten Quereinsteiger ausbilden, darf nicht sein. Gerade hier braucht es Personal mit pädagogischer Ausbildung. Außerdem werden so gerade die Schulen, deren Personal ohnehin schon am Limit arbeitet, mit Mehraufwand für die Ausbildung der Quereinsteiger belastet.

Die in der Studie vorgeschlagenen Lösungsansätze befürworte ich. Insbesondere die Entlastung des Lehrpersonals durch zusätzliches Verwaltungspersonal und die Reduzierung der Unterrichtsverpflichtung wären wichtige Schritte. Hingegen halte ich den jetzt von einzelnen SPD-Abgeordneten eingebrachten Vorschlag, Lehrerinnen und Lehrer wieder zu verbeamten mit dem klaren Ziel, sie dann gegebenenfalls auch unfreiwillig an Brennpunktschulen zu versetzen, nicht für zielführend, um die Attraktivität des Lehrerberufs in Berlin zu steigern.“

Bündnis 90/Die Grünen Berlin beschäftigt sich in diesem Jahr intensiv mit dem Thema Bildung. Bereits im Mai fand ein Bildungskongress statt. Über einen Blog führen wir das ganze Jahr über die Debatte weiter. Auf der Landesdelegiertenkonferenz im November wird es einen Leitntrag zum Thema Bildung geben, der die gewonnen Erkenntnisse zusammenführen und in politisches Handeln überführen soll.